Traust du dich schon an die Aquarellmalerei? In diesem Beitrag zeigen wir dir einige grundlegende Techniken, um damit zu beginnen.
Aquarelle hat es schon immer gegeben, aber mit dem Aufkommen der Mixed Media sind sie wieder in den Blickpunkt gerückt. Es ist nicht so, dass sie früher nicht benutzt wurden, aber es stimmt, dass die Aquarellfarben durch die Mixed Media-Techniken einen wahren Aufschwung erlebt haben und sich wieder als eine der besten Möglichkeiten der Farbgestaltung erwiesen haben.
Viele malen mit Aquarellfarben im herkömmlichen Sinne, andere, um Hintergründe zu schaffen oder einfach, um Projekten eine Farbnote zu geben (mit kleinen Tropfen oder Flecken). Wie auch immer du diese bisher angewendet hast, ist es interessant, einige Aquarelltechniken kennenzulernen. In diesem Beitrag werden wir Spaà mit Aquarellen haben! Selbstverständlich! Jetzt geht's los.
Es werden die folgenden drei Grundmaterialien benƶtigt, um mit Aquarellfarben zu arbeiten:
- Ein gutes Papier. Es muss dick genug sein und eine hohe Kƶrnung besitzen, um es anfeuchten zu kƶnnen, ohne dass es seine Struktur verliert. Investiere in einen guten Block, wenn du wirklich sehen willst, wie sich die Farben und das Wasser wie von Zauberhand vermischen.
- Pinsel: Es gibt viele Arten. Die besten besitzen Naturhaare. Man braucht nicht viele Pinsel, nur die grundlegenden. Man muss sich sorgfältig um sie kümmern, damit man sie möglichst lange verwenden kann. Wir empfehlen, sie nicht in der Wasserbecher stehen zu lassen sondern sie gut auszuspülen und immer trocknen zu lassen.
- Aquarellfarben: Natürlich, denn ohne sie kann man nicht malen! Es gibt drei Haupttypen: Tubenformat, Tabletten und flüssige Aquarellfarben. Alle funktionieren ausgezeichnet. Die Wahl hƤngt von deinen Anforderungen ab. Zum Beispiel sind die Tabletten im Palettenformat groĆartig, wenn du unterwegs bist und schnell mischen mƶchtest.
Und nun, da wir die Materialien kennen, machen wir uns an die Arbeit und bekleckern das Papier.
Malen in Farbschichten
Diese Technik ist die gebrƤuchlichste zum Malen von Formen und Elementen. Zeichne mit einem Bleistift die Form vor, damit du dann eine Orientierungshilfe hast. Du kannst mit etwas Einfachem wie einer Blume beginnen. Als nƤchstes benetzt du die PapieroberflƤche mit dem nassen Pinsel und trƤgst dann die erste Farbschicht auf. Wenn diese vollstƤndig getrocknet ist, kannst du die Details mit neuen Farbschichten ausmalen, Schattierungen erzeugen und die Zeichnungen besser strukturieren. Denke daran, jede Schicht gut trocknen zu lassen, damit sich die Farben und Schichten nicht vermischen.
Ein kleiner Trick: Halte deinen PrƤgetrockner griffbereit und trockne jede einzelne Schicht, damit du nicht warten musst! Falls du so ein GerƤt nicht besitzt, kannst du auch einen Fƶhn nehmen. Diese brauchen allerdings etwas lƤnger, um sich aufzuheizen.
Salz-Technik
Wenn du mit Aquarellfarben experimentieren möchtest, schlagen wir vor, mit Salz zu arbeiten. Bestimmt denkst du, wir sind verrückt geworden, aber nein! Salz ist ideal für die Erstellung von texturierten Hintergründen für deine Mixed-Media-Projekte.
Um diese Technik auszuprobieren, werden ein paar Farben auf dem Papier gemischt und, wƤhrend die Farbe noch feucht ist, etwas Salz darauf verteilt. Aufgrund der austrocknenden Eigenschaft des Salzes, wird die Feuchtigkeit durch das Salz gebunden, wodurch Kristalle entstehen, welche dem Hintergrund Textur und Helligkeit verleihen. Man lƤsst das Papier trocknen und streicht mit der Hand sanft über das Papier, sodass sich das Salz ablƶst. So erzielt man ein auĆergewƶhnliches Ergebnis mit den Kristallen.
Papiertuch-Technik
Eine weitere sehr einfache und lustige Variante mit Aquarellfarben zu experimentieren, ist diese Technik, bei der Papiertücher zum Einsatz kommen. Es werden mehrere Farbschichten auf das Papier aufgetragen, und solange sie noch nass sind, Papiertücher darauf gelegt und an einigen Stellen unregelmƤĆig angedrückt. Man wartet einige Sekunden und entfernt dann das Papier. Ein Teil der Farbe verbleibt im Papiertuch, was einen sehr interessanten Effekt auf dem Hintergrund erzeugt. Aber denk daran, das Papiertuch nicht zu lange liegen zu lassen, sonst kann es an dem Aquarellpapier kleben bleiben.
Alkohol-Technik
Hier wird Farbe auf die PapieroberflƤche gemalt, und solange sie noch feucht ist, werden mit Hilfe eines WattebƤllchens oder eines mit Alkohol getrƤnkten Pinsels ein paar Tropfen auf die OberflƤche aufgetragen. Die Alkoholtropfen dehnen sich aus und bilden Kreise in der Farbe... Die Kreise fallen kleiner oder grƶĆer aus, je nach der GrƶĆe des WattebƤllchens oder der Dicke der Pinselspitze. Der visuelle Effekt ist wirklich sehr cool!
www.atiasroom.blogspot.com.es
Eine andere Variante ist die Verwendung von Wasser, anstelle von Alkohol. Die Arbeitsweise ist die gleiche, aber das Ergebnis ganz anders. Das Wasser "schluckt" die Farbe nicht, sondern erzeugt vielmehr einen erweiterten Farbeffekt.
Buntstift-Technik
Man benutzt für diese Technik einen weiĆen Buntstift, mit dem man auf der OberflƤche des Papiers zeichnet. Dann wird mit einem Pinsel Aquarellfarbe aufgetragen. Das Ergebnis zeigt, dass dort wo vorher mit Buntstift gemalt wurde kaum Farbe haften bleibt. Es handelt sich hierbei um eine sehr nützliche Technik für Mixed-Media-Hintergründe, welche sooo viele Anwendungsmƶglichkeiten hat.
www.actividadesparapreescolar.com
Der schwierigste Teil dieser Technik ist das Malen mit einem weiĆen Buntstift auf einer ebenfalls weissen OberflƤche. Neige das Papier ein wenig, damit es besser wiedergibt, wo du gemalt hast.
Spritztechnik
Dies ist eine sehr lustige Variante, allerdings muss danach erst mal sauber gemacht werden. Du kannst sowohl selbst damit arbeiten, als auch mit Kindern (sie werden es lieben!).
Du kannst diese Hilfsmittel verwenden, um diesen SpaĆ-Effekt zu erzielen: einen Pinsel, indem du direkt auf die weiĆe OberflƤche mit verschiedenen Farben spritzt und Tropfen unterschiedlicher GrƶĆe oder Proportionen erhƤltst, oder auch eine Zahnbürste, in die du die Farbe einarbeitest und dann auf das Papier spritzt.
Glasurtechnik
Bei dieser Technik wird mit verschiedenen Farbschattierungen gearbeitet, wobei von helleren zu dunkleren Farbtönen gemalt wird, so dass die sogenannten Lasuren entstehen, die der Zeichnung Tiefe und Körper verleihen. Der Schlüssel zur Herstellung von Glasuren besteht darin, die verschiedenen Schichten gut trocknen zu lassen, damit sich die Farbtöne nicht vermischen.
Wie du siehst, sind dies einfache Techniken, aber ideal zum Ćben und zum SpaĆ haben mit Aquarellfarben.
Hast du dich bereits dem Trend der Aquarellmalerei angeschlossen? Welche Technik wirst du in deinem nƤchsten Mixed-Media-Projekt verwenden?










2 Comments